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Züchtung

Züchtung

Vorwort:
Ende der 1960er Jahre galten Kronengeckos
als ausgestorben.
Bis sie Anfang der 1990er Jahre von den aus Büchern
bekannten Feld-Herpetologen im Süden von Neukaledonien
und 1994 auf der Isle des Pins wiederentdeckt worden.
 1994 durften deutsche und amerikanische Herpetologen,
  mit Sondergenehmigungen,
einzelne wilde Kronengecko-Paare ausführen,
heute ist das verboten.
Diese ersten Kronengeckos in menschlicher Obhut
waren braun mit max. einer leicht helleren
Rückenmusterung und sie hatten keinen Schwanz
mehr, wie die meisten wilden Kronengeckos.
Zwei Kronengeckopaare wurden damals in die USA verkauft.
Alle Nachzuchten stammen von ihnen
und ein paar wenigen wilden Kronengecko-Paaren
von damals noch legalen Importen in die USA ab.
Deshalb sind uns die
"Crestedgecko-Breeder" in den USA und Canada
in Farb-und Musterungsformen einen Schritt voraus.
(Daher auch die englischsprachigen Musterungs-
bezeichnungen)

Einfache Haltung oder
"Das Spiel der Farben und Musterungen"


Kronengeckos zu halten ist unkompliziert, fast einfach,
für Terrarianer-Anfänger haben diese Reptilien
viele Vorzüge, z.B. lange Lebensdauer, angenehmes
Handling, optisch attraktiv, einfache Fütterung,
keine übergroßen Terrarien und keine
überteuerten Lampen, die viel Strom verbrauchen.
(wie man sie für Wüsten-Reptilien benötigt)

Was anderes ist es, sich auf
"Das Spiel der Farben und Muster"einzulassen.
Es reizt viele Halter selber zu züchten.
Aber ich gebe zu bedenken,
das eine Zucht folgende Schwerpunkte beinhaltet:
- sie kostet viel Zeit;
- viel Platz im Wohnraum;
(Einzelhaltung der Jungtiere)
- hohe Anschaffungskosten;
(Terrarien,Beleuchtung,Inkubator etc.)
- Mehrkosten für Futter,Mineralien + Vitamine;
- Arztkosten für Untersuchungen;
- Zeit und Kosten beim Wiederverkauf;
(u.a. auf Reptilienbörsen)

Der Züchter sollte biologisches Wissen und
mehrjährige Erfahrungen mit Reptilien haben.
Und vor allem, außer einem gesunden
Menschenverstand auch Ethik besitzen.
Das Alter spielt da eine geringere Rolle.

Inzucht

Ein Thema, das verschwiegen, abgelehnt und
verdrängt wird.
Aber sehr wichtig ist.
Bis jetzt habe ich nur von einem sehr erfahrenen
langjährigen Gecko-Züchter und von einem
Herpetologen der ersten Stunde, Antworten bekommen.
Der Herpetologe nannte es
"Das Spiel der Farben und Musterungen".
Er hatte nur Unverständnis dafür und das es
typisch menschlich sei.
Ich gebe ehrlich zu, auch menschlich naiv
diesem Spiel verfallen zu sein.
Jeder, der dieses Spiel beginnt, begeht eine
Gratwanderung!
Wie ich schon erwähnte, stammen alle in der Zivilisation
gehaltenen Kronengeckos von einer
handvoll wilder Kronengeckopärchen ab.
Gerade deshalb sind weitere Züchtungen mit
Fingerspitzengefühl vorzunehmen.

Durch ihre einzigartige Gabe der Natur, in der
Genvielfalt an Hautfarbe und -musterung werden
sie immer bunter und die Musterungen extremer.

"Die Kehrseite der Medaille":
- verschobene Kiefer im Kopfbereich;
- Floppy Tail;
- unterschiedl. Längen der Beine;
- zusammengewachsene, zusätzliche oder
fehlende Lappenfinger;
- krumme Wirbelsäule;
- Häutungsprobleme;
- motorische Probleme.

Geckos, die diese Anomalien aufweisen,
haben sich meist mit diesem Mangel arrangiert,
so daß man sie auch halten kann.
Aber man sollte niemals mit ihnen weiterzüchten!

Die adulten Nachzuchten sollten als neue
Zuchtpaare oder -gruppen gesund und nicht
unmittelbar verwandt miteinander sein!

Es wird empfohlen, immer wieder neue gesunde
und genetisch einwandfreie Kronengeckos aus
ganz anderen Erblinien in die eigene Kronengecko-
zucht aufzunehmen, um sogenanntes
"Frisches Erbblut" einfließen zu lassen.

Wer sich daran hält, wird auf seiner
Gratwanderung mit dem
"Spiel der Farben und Muster" nicht straucheln
und seine Freude an den
"Lebenden Juwelen der Natur" haben.

Paarungsverhalten

Ab 25g werden Kronengeckos geschlechtsreif,
eine Vergesellschaftung sollte aber erst erfolgen,
wenn das Weibchen 30g schwer ist,
damit es stabil genug für die Eiablage ist.
Eine Paarung kann man ab der
Abenddämmerung bis tief in die Nacht optisch
und auch akustisch beobachten.
Das Männchen versucht sich dem Weibchen
von hinten zu nähern,
wobei es mit dem Schwanz zuckt und quäckert.
Meist flüchtet das Weibchen,
die Werbung geht dann so lange weiter,
bis sie nachgibt und Ihren Schwanz
leicht zur Seite hebt.
Das Männchen klettert ganz vorsichtig
von hinten auf sie und beißt ihr behutsam in die Krone,
um sie festzuhalten.
Danach kommt es zur Kopulation,
die eine halbe Stunde dauern kann.
Weibchen können den männlichen Samen
über ein halbes Jahr speichern,
und somit befruchtete Eier ablegen.
Tip: Künstliches Mondlicht (Moonlight LED's)
fördert die Paarung.
Sollte mal der seltene Fall eintreten, daß das Männchen
seinen Hemipenis 2Stunden nach dem Akt immer
noch nicht eingezogen hat, bitte sofort bei mir melden.
Ich kenne ein paar Tricks, nach 30 Stunden kann nur
noch der Tierarzt helfen.
Männchen haben übrigens zwei Hemipenise
in ihrer Hemipenistasche.
Falls im Ernstfall der Tierarzt mal einen amputieren muß,
kann das Männchen noch den anderen verwenden, ist
also noch zeugungsfähig.



Inkubation

Meine Kronengecko-Weibchen legen ca.
4 Wochen nach der Winterruhe ihr

erstes Gelege, das oft unbefruchtet ist.
Normalerweise legen sie im Jahr 6-7 Gelege,
im ersten Jahr meist nur 2-3 Gelege und ab
dem 7.Jahr kann die Anzahl der Gelege auch nachlassen.

Bei der ersten Verpaarung sollten die Weibchen
mindestens 30g wiegen.

 

Wenn sie anfangen zu graben und zu suchen,

legen sie ihre 1-2 Eier in den nächsten 2 Nächten meistens ab.
Manchmal stecken sie ihren Kopf stundenlang
in die Erde, um die Feuchtigkeit zu prüfen.
Gerne werden Pflanzentöpfe bevorzugt.
Ich biete den Gecko-Weibchen,
zur Erleichterung des Suchens, Ablegebehälter.

 

Der Behälter hat einen Deckel mit Eingang,

darin kommt handfeuchtes Kokosfaser-Substrat
(ca. 8cm hoch) mit Sphagnum-Moos.
Außerdem finde ich die Gecko-Eier dann auch leichter.






Nach dem Auffinden nehme ich sie vorsichtig

heraus, ohne sie zu verdrehen und putze
sie vorsichtig mit einem feinen Pinsel ab.
Danach kommen sie in meinen Inkubator,
den ich am Deckel mit Datum der Ablage
und Namen des Weibchens kennzeichne.


 

Mein Inkubator (unter "Links") hat eine Zwischenablage

mit Belüftungslöcher.
Unterhalb fülle ich ihn mit einer
Seramis-Vermiculit Mischung mit einzelnen
Aktivkohle-Sticks gegen Milben,die gut mit

Wasser durchgetränkt ist.
Die Gecko-Eier sollten aber nicht im Wasser liegen.



Ich inkubiere am Tage zwischen 23-26°C,

mit einer Nachtabsenkung ca. 5°C weniger.
Die frisch geschlüpften Jungtiere, sind
dadurch gesünder und stabiler.

Die Inkubation dauert bei 25° - ca.65 Tage und
bei 22° - ca.110 Tage.
Das Geschlecht ist nach meinen Erfahrungen durch
Inkubationstemperaturen nicht beeinflußbar.

Ich habe die Erfahrung gemacht, den Jungtieren
beim Schlupf nicht zu helfen.
Sie bekommen Streß und können im Ei ihren
Schwanz abwerfen.
Wenn sie es nicht selber schaffen, sind sie nicht
stark genug für ihre Entwicklung.
Meist fressen sie schlecht, werden schwach
und gehen letztendlich auch ein.

Nach ca. 8-10 Monaten sollten die Jungtiere ein
Gewicht von 15-20g erreicht haben.

Ich hatte mal ein Gelege im Pflanzentopf
übersehen, sie sind trotzdem geschlüpft und
wurden im großen Terrarium von den Elterntieren
nicht gefressen, obwohl sie Hunger hatten.



 
 
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  Wir wünschen allen
Gecko-Freunden und Besuchern unserer Homepage
viel Freude beim lesen und anschauen.
Viele Fragen werden beantwortet,
wenn man bis in die Details der verschiedenen Themen liest.
Ansonsten stehen wir Euch
auch gerne per Kontakt bzw.
E-Mail zur Verfügung.
 
Nachzucht-Abgabe  
  Unsere aktuellen jährlichen,
adulten Nachzuchten worden
am Sonntag den 27.Sept.2020
um 22 Uhr in diese HP. gestellt.
 
Reptilienbörsen  
  Unsere NZ. können abgeholt,
oder an einem Übergabeort
entgegengenommen werden.
 
Danksagung  
  ~Gecko-Bilder im Banner copyright Mark Orfus.
~Vielen Dank an die Weltreisenden mit dem Auto, Emil und Liliana Schmid für die schönen Landschaftsbilder vom Süden der Insel Neukaledonien.
Landschaftsbilder im Banner und in der Homepage
copyright Emil Schmid.
 
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