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Copyright © André Lewin
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Das 6.Massensterben der Gegenwart

 

Alles Leben ist veränderlich, das ist das Gesetz der Evolution.
Darüber hinaus ist das Leben vergänglich,
das ist sein erstes eigenes Gesetz.
Was aber im Moment geschieht, mit vielen Tieren und Pflanzen,
ist etwas,
das in seiner Natur und Größenordnung den normalen Lauf
von Evolution und Leben überschreitet.

Rachel Carson gehörte zu denjenigen, die das früh erkannten.
Ihr letztes Buch, und zugleich dasjenige, mit dem man sie
immer in Verbindung bringen wird,
ist "Der stumme Frühling" (ISBN 9783406649080).

Es erschien 1962 und ist eines der einflussreichsten Werke
seiner Zeit über das menschliche Vermögen, das zu vernichten,
was wir zu lieben behaupten.
Was sie vorhersah, war eine Zeit, in der das Leben um uns herum
nicht länger hör-und sehbar sein würde,
einfach deswegen, weil es aus der sinnlichen Welt verschwunden ist,
weil es nicht mehr existiert.
Sie sah eine stumme Zeit vorher, Frühlinge ohne
Insektensummen oder Vogelgezwitscher, ohne Fische,
die in den Flüssen springen, oder Fledermäuse,
die nachts umherfliegen.
Sie sah die fortschreitende Ausrottung
großer Teile des Lebens voraus,
das wir um uns herum gewohnt sind,
und wusste auch, warum es passierte:

" Während der Mensch seinem offen verkündeten Ziel,
der Eroberung der Natur, zustrebt,
hat er niederdrückende Zeugnisse
eines Vernichtungswerks hinterlassen,
das sich nicht nur gegen die Erde richtet, die er bewohnt,
sondern auch gegen die Lebewesen, die sie mit ihm teilen."

Ein paar wenige Male ist es in der mehr als drei Milliarden Jahre
alten Erdgeschichte zu so großen und umwälzenden Veränderungen
gekommen, dass man von einer Art Metamorphose
des Planeten sprechen könnte
und dass sich die Zusammensetzung des Lebens auf der Erde
grundlegend verändert hat.
Fünfmal waren diese Veränderungen so fundamental,
dass Ihnen eine eigene Kategorie zugesprochen wurde.
Sie werden als die fünf großen Massenaussterben bezeichnet.

Das erste begann vor etwa 444 Millionen Jahren
in zwei Aussterbewellen im Abstand von 1 Million Jahren,
in der Endphase des Ordoviziums zum kommenden Silur,
wegen eines Temperaturabfalles,vermutlich wegen der
Kontinentalverschiebung von Gondwana über den Südpol,
es entstand eine Vereisung auf dem Megakontinent am Südpol
und damit eine Abkühlung des Klimas,
die den Meeresspiegel absinken ließ.
Innerhalb eines Zeitraumes von etwa 10 Millionen Jahren,
starben von dem Leben, was sich vorzugsweise im Meer abspielte,
etwa 60-70% des weltweiten Lebens.
Armfüßer und Moostierchen waren die Schlüsselspezien
aus der das folgende Leben entstand.

Das zweite Massenaussterben, ebenfalls in zwei folgenden Ereignissen,
vor 372 Millionen Jahren das Kellwasser-Ereignis im Ober Devon
und vor 359 Millionen Jahren das Hangenberg-Ereignis
an der Schwelle zum Karbon.
 Verursacht ebenfalls wegen eines massiven Temperaturabfalls,
zum einen durch Megavulkanismus der über 10000 Jahre anhielt,
entstand eine sinkende Kohlenstoffdioxid-Konzentration
die zum Umkippen des gesamten Klimasystems führte und den
Anfang der Nahrungskette, das Phytoplankton stark dezimierte.
Zum Zweiten eine Häufung von Impaktkatastrophen,
wie den Woodleigh- und den Alamo-Einschlag.
damals starben ca. 70% aller damaligen Arten.
Knochenfische waren die überlebende Spezies
(die heute noch als lebende Fossilien leben),
aus der das weitere Leben entstand.

Das dritte Massenaussterben war das fatalste.
Es ereignete sich vor etwa 252 Millionen Jahren,
an der Perm-Trias Grenze,
und kostete über 75% der Landfauna und -flora
und 95% der Maritimen Arten das Leben.
Der Grund ist der großräumige Flutbasalt-Ausstoß
des Sibirischen Trapps, dessen Vulkanaktivitätszyklen
über mehrere Hunderttausend Jahre
eine Fläche von 7 Mill. km²mit magmatischen Gesteinen bedeckte
und schwerwiegende klimatische Folgeschäden verursachte.
Eine Ur-Art des Seeigels bestimmte das weitere Leben.

Das vierte Massenaussterben fand vor 201 Millionen Jahren
während einer langen Periode zwischen Trias und Jura statt.
Ursache waren eustatische Hebungen und Senkungen des Meeresspiegels
in einer relativ kurzen Geophase von 10.000 bis 50.000 Jahren,
im Zusammenhang mit einem Asteroidenimpakt
und massiven vulkanischen Eruptionen
Damals verschwanden 75% aller Arten,
darunter alle große Amphibienarten und erste Säugetiere.
Kleinere erste Dinosaurier nahmen die neugewonnenen Nischen ein,
aus der das weitere Leben entstand.

Das fünfte Massenaussterben ist das uns bekannteste,
vor 66 Millionen Jahren schlug allem Anschein nach ein
riesiger Asteroid von 14km Durchmesser nahe der Halbinsel Yucatán
mit 20km/s = 72000km/h, in einem 50Grad Winkel, ein,
( Der Impaktor verdampfte dabei innerhalb einer Sekunde fast vollständig, schleuderte
aber durch die Wucht der Explosion,
die wahrscheinlich auf dem gesamten Erdball
zu vernehmen war, einige tausend Kubikkilometer Karbonat-
und Evaporitgestein
über weite Strecken als glühende Ejekta
bis in die Stratosphäre zu einem kleineren Teil
weit darüber hinaus.
Neben den unmittelbaren Auswirkungen des Einschlags
wie Megatsunamis
einer überschallschnellen Druckwelle sowie
Erdbeben
im Bereich der Stärke 11 oder 12 traten weltweit Flächenbrände auf,
deren Ausdehnung und Dauer noch nicht endgültig geklärt ist.
Innerhalb weniger Tage
verteilte sich in der gesamten Atmosphäre eine große Menge an Ruß-
und Staubwolken,
die das Sonnenlicht über Monate hinweg absorbierten
und einen globalenTemperatursturz  herbeiführten.)
der zumindest dazu beitrug, dass die Dinosaurier sowie
etwa 75% der damaligen Arten von der Erde verschwanden.
Gefiederte kleine Flugsaurier aus denen die Vögel entstanden,
einzelne Reptilien und Fische und kleine Säugetiere,
wie das Opussum überlebten.

Der Artenbestand der Erde hat noch weitere, beinahe
ebenso umfassende Metamorphosen durchlaufen.
Arten sterben aus, Tiere und Pflanzen kommen und gehen,
aber die Zeitabschnitte, während derer dies geschieht,
sind normalerweise so lang und ausgedehnt, dass es
die natürliche Ordnung nicht stört.

Dennoch sind zahlreiche Wissenschaftler der Überzeugung,
dass das, was wir heute erleben, nicht mehr der normale
Lauf der Dinge ist, sondern Teil eines sechsten Massenaussterbens.


Die Wissenschaftlerin Elizabeth Kolbert, fasst in ihrem Buch
" Das sechste Sterben" von 2014 zusammen,
was wir bisher über das etwaige Massenaussterben wissen.

Bis zu einem Drittel der Korallentiere auf der Welt,
Ein Drittel der bekannten Haiarten,
ein Viertel der Säugetiere,
ein Fünftel der Reptilien und
ein Sechstel aller Vögel
sind Heute vom Aussterben bedroht.

Wo es bei den früheren Massenaussterben um Ereignisse ging,
die sich über Jahrmillionen Jahre hinzogen,
sprechen wir diesmal von Jahrhunderten.
Doch was das derzeitige Massenaussterben einzigartig macht,
ist, das es zum ersten Mal in der Erdgeschichte,
lebende Verursacher gibt.
Die Verursacher haben nicht nur die Erdoberfläche und
das Meer verändert, sondern auch die Atmosphäre.
Keine andere Art hat je auch nur annähernd so großen Einfluss
genommen wie sie, auf verschiedene Lebensformen, auf alles Leben.

Zitat von Elizabeth Kolbert,
" Derzeit waren und sind wir nicht nur Zeugen,
sondern auch Verursacher eines der seltensten Ereignisse
in der Geschichte des Lebens."

Eine schwieriger zu beobachtende Bedrohung,
die auf lange Sicht dennoch die gefährlichste sein könnte,
ist der Klimawandel.
Es ist eine unumstößliche Tatsache,
dass mit den klimatischen Veränderungen
auch eine Veränderung der Richtung und Stärke der
großen Meeresströmungen einhergeht, was allem Anschein nach
auch zu großen Problemen bei der
Migration z.B. der Aale führen dürfte.
Denn es bedeutet, dass der extrem komplizierte und empfindliche
Prozess der Migration und Fortpflanzung des Aals, der nachweislich
über Millionen von Jahren erfolgreich war, innerhalb
weniger Jahrzehnte plötzlich und grundlegend erschüttert worden ist.

Ist eine Welt ohne Aal vorstellbar?
Lässt sich ein Lebewesen, das
es seit mindestens 40 Millionen Jahren gibt,
das Eiszeiten überlebt und Kontinente auseinanderdriften sehen hat,
das, als der Mensch auf die Erde kam, schon seit
Millionen von Jahren auf ihn wartete und das im Lauf der Zeit
Gegenstand so vieler Traditionen, Rituale, Mythen und
Geschichten geworden ist, einfach so wegdenken?
Nein möchte man spontan sagen, so funktioniert die Vorstellung nicht.
Was es gibt, gibt es, und was es nicht gibt, ist in
gewissem Sinne undenkbar.
Sich eine Welt ohne Aale vorzustellen wäre,
wie sich eine Welt ohne Berge oder Meer, Luft oder Erde,
Fledermäuse oder Weiden vorzustellen.
Und gleichzeitig ist das Leben veränderlich,
wir alle werden uns irgendwann verwandeln.
Wahrscheinlich war es zu einer gewissen Zeit, zumindest
für einige wenige, ebenso schwer, sich eine Welt
ohne den Dodo oder ohne die Stellersche Seekuh vorzustellen.
So wie ich mir selbst einst die Welt ohne meine Großeltern
nicht vorstellen konnte.
Dennoch sind sie jetzt fort. Und die Welt ist immer noch.

aus dem Buch von Patrik Svensson " Das Evangelium der Aale" von 2020.


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